6 Monate Australien

17April
2013

Hervey Bay/Fraser Island 3 Tage und 2 Nächte

Nachdem ich mit dem Greyhound Bus drei Stunden später als angekündigt angekommen bin, rief ich im Hostel an, damit sie mich abholen kommen. Sie sagten ich soll nach einem pinken Auto Ausschau halten, als es ankam wurde mir gesagt, dass sie noch eine halbe Stunde auf zwei andere Busse warten würde und ich mir was in der Umgebung fürs Abendessen kaufen kann. Aldi war ganz in der Nähe, aber als ich dann losging wusste ich nicht wie ich hinkomme, da ich ihn nicht mehr sehen konnte. Letztendlich hab ich ihn aber dann doch gefunden und daneben war ein Obst und Gemüse Markt, wo ich billig ein paar Orangen kaufte. Beim Aldi holte ich mir nur Spaghetti und zwei kleine Dosen Thunfisch mit Tomatensauce. Da in dem anderen Bus niemand war der mit wollte und der andere nicht kam, fuhren wir dann zum Hostel. Anstatt der 20$ für Essen und Benzin für die Fraser Island Tour, musste ich 30$ zahlen, ich hatte grade genug Zeit um mein ganzes Gepäck ins Zimmer zu räumen, bevor ich zum Briefing für die Tour musste. Ich lernte die Anderen kennen, die mit mir kommen würden, der Tourführer erzählte uns ein paar Sachen über Fraser Island und wie der morgige Tag ablaufen würde und dann zeigte er uns ein Video in dem es darum ging, wie man sich auf der Insel zu verhalten hatte und was man im Fall eines Dingo-angriffs macht. Wir blieben noch etwas zusammen sitzen und tranken Bier, mit den Anderen verabredete ich mich dann uns in einer Stunde zu treffen, da niemand Lust auf Kochen hatte. Um acht Uhr trafen wir uns an der Bar und gingen mit ein paar anderen einfach mal los, das erste was wir sahen war ein chinesisches Restaurant, dort konnte man für 16$ All you can eat haben und für 2$ mehr bekam ich eine Cola dazu. Leider hatten sie nicht so viel Auswahl wie die Restaurants zu Hause, aber satt wurde ich dann trotzdem. Als ich zurück im Hostel war, packte ich schonmal ein bisschen was für die Tour zusammen, da wir früh loswollten. Schließlich bin ich ohne mir einen Wecker gestellt zu haben eingeschlafen, in der Früh bin ich dann eine halbe Stunde vor Abfahrt aufgewacht, da sich einer im Zimmer für die Tour fertig machte. Ich packte schnell die restlichen Sachen zusammen und machte mein anderes Gepäck bereit um es im Gepäckraum zu lagern. Schon fast fertig und bereit alles aus dem Zimmer zu tragen, klopfte es an die Tür und unser Tour Führer sagte, dass wir nur noch zehn Minuten haben und fragte wo die zwei Jungs sind. Zuerst trug ich das Gepäck , das ich im Hostel lassen würde raus und holte mir den Schlüssel für den Gepäckraum. Ich ging zurück zum Zimmer und nahm das Zeug für die Tour mit, dann fiel mir ein, dass ich meinen Schlafsack noch im großen Rucksack hatte und das er eigentlich ganz praktisch sein könnte. Also ging ich nochmal zurück und holte ihn, vergas allerdings, dass ich meine Taschenlampe auch mitnehmen könnte. Wir packten unsere Sachen ins Auto, da wir nur fünf Leute waren durfte/musste keiner ein Auto fahren und wir saßen alle in einem. Bevor es auf die Insel ging, kauften wir noch das Essen für die drei Tage und Bier, Wein… Da der Alkohol nicht grad gut ist, ziemlich viel kostet und eigentlich nicht erforderlich ist, hab ich mich bis dahin fast immer geweigert meinen eigenen zu kaufen. Weil am Abend auf den meisten Touren Trinkspiele gespielt werden und alle andern was zu trinken kaufen ist man aber gezwungen auch was zu kaufen. Ich nahm also das billigste Sixpack und musste mir dann von unserem Tour Führer anhören, dass da ja überhaupt kein Alkohol drin sei. Ich dachte mir nur, ich brauch das nicht, ich bin kein Säufer halt die Klappe. Wir fuhren weiter zur Fähre, wo wir erstmal ewig warten mussten bis sie kam, da die meisten von uns kein Frühstück hatten gingen wir aufs mittlere Deck und kauften uns dort was, ich hatte mir bereits im Supermarkt was gekauft und auf der Fahrt gegessen also kaufte ich mir nur eine heiße Schokolade, da ich schon wieder spürte, dass ich Halsschmerzen bekam. Die Überfahrt dauerte nicht besonders lang, auf dem mittleren Deck hatte man für eine Katze alles eingerichtet, sie hatte dort ihr Futter und was wo sie schlafen konnte. Unser Tour Führer Andreas, den alle nur Santa nannten, sagte jetzt haben wir noch eine Ginger an Bord. Wir fuhren vom Schiff,...

Fortsetzung folgt...

15April
2013

Agnes Water/Surfen

Als ich in Agnes Water ankam, wartete bereits der Shuttle Bus vom Hostel auf mich, ich musste im Hostel nur kurz ein Blatt ausfüllen und das Schlüsselpfand zahlen und dann wurde mir das Hostel gezeigt, ich kam in ein zehn Bettzimmer. Nicht lang nachdem ich angekommen bin, sprach mich einer aus dem Zimmer auf Deutsch an...

Fortsetzung folgt...

16März
2013

Flying Bach

In der Früh bin ich mit Jacky und ihrer Cousine in die Stadt gefahren um noch etwas von Melbourne zu sehen. Unser erster Halt war die Bibliothek, man merkte schon von außen, dass es keine Bibliothek wie in Deutschland ist, es sah eher aus wie ein Museum und auch als wir reingingen, verstärkte sich dieser Eindruck. Wir liefen jedes Stockwerk ab, es war einfach beeindruckend und interessant zu sehen wie verschieden sie zu denen zu Hause ist. Sowas sollte es bei uns auch geben. Es waren hunderte von Arbeitsplätze vorhanden an denen Studenten und Schüler zusammen sitzen und an ihren Projekten arbeiten konnten. Als nächstes machten wir einen Halt um etwas zu essen, ich hatte mit meiner App eine kleine Packung Pommes kostenlos bei Hungry Jacks bekommen. Danach stiegen wir in die City Circle Tram ein, die kostenlos war und einem etwas über Melbourne und die Sehenswürdigkeiten und verschiedenen Orte erzählt wurde. Die Zeit verging so schnell und ich musste bevor es am Abend zu Flying Bach gehen würd nochmal ins Hostel um meine Wäsche zu machen. Ich fuhr alleine zurück, packte meine Wäsche zusammen und fragte unten nach Geld fürs Waschen, aber sie hatte keins und schickte mich zu Ruth, die die Wäsche machte. Im Waschraum war außer Tonnenweise Bettwäsche aber nichts also wartete ich. Die Frau von der Rezeption kam nach einer Zeit zu mir, entschuldigte sich bei mir und meinte ich könnte nicht waschen, weil noch so viel vom Hostel zu waschen ist. Ich sagte ihr, dass ich aber am nächsten Tag abreisen würde, aber das brachte nichts. Mit meiner Wäsche ging ich wieder nach oben und versuchte in der verbleibenden Zeit so viel meiner dreckigen Wäsche wie möglich schon einzupacken, ich schaffte nicht alles, da ich nicht viel Zeit hatte. Ich stieg in die nächste Tram ein und fuhr zurück in die Stadt, die Hammer Halle war nicht schwer zu finden, doch dann wurde mir gesagt in welches Stockwerk ich musste, die Nummern waren aber ohne jeden Sinn angeordnet und es gab sehr viele Untergeschosse. Es gab T-shirts und Pullis zu kaufen, die aber viel zu teuer waren, kurz bevor Einlass war, bekamen wir ein Programheft. Mir wurde mein Sitzplatz gezeigt und dann dauerte es erstmal bis alle saßen. Ich hatte eine gute Sicht, aber dann kurz bevor es losging, setzte sich ein Riese vor mich, ich musste dauernd links oder rechts an ihm vorbeischauen oder über ihn. Der Auftritt war nicht am Stück, sondern es gab sowas wie verschiedene Akte. Manche waren etwas unspektakulär und langweilig, aber die meisten waren einfach nur unglaublich. Das Publikum klatschte andauernd und war hingerissen von der Performance. Leider dauerte das Ganze nur um eine Stunde. Danach fuhr ich glücklich und müde ins Hostel zurück.

12Januar
2013

Zimmer wechseln again and again

- Bettwanzen -

Das erste Mal, dass ich Zimmer wechseln musste, war weil ich nicht rechtzeitig verlängert hatte. Ich musste für ein paar Tage in ein teures Ensuit Zimmer und danach kam ich wieder in ein normales acht Bettzimmer. In meinem dritten Zimmer, hatte aber leider ziemlich jedes Bett Bettwanzen, ich hatte an beiden Beinen Bissstellen und es juckte wie die Hölle...

Fortsetzung folgt...

05Januar
2013

Neues Hostel neues Glück??

Als ich im Hostel stand dachte ich mir zuerst gar nichts, da ich einfach nur erschöpft von der Zugfahrt und der Fahrt zum Hostel war. Doch als mir dann gesagt wurde, dass ich bis um zwei Uhr warten muss bis ich einchecken könnte, war ich alles andere als begeistert. Ich ging in den Raum wo man sein Gepäck währenddessen abladen konnte, es miefte und die Sofas die rumstanden waren total durchgesessen und luden nicht dazu ein sich draufzulegen um noch ein bisschen weiter zu schlafen geschweige denn sich draufzusetzen, da ich aber keine andere Wahl hatte, setzte ich mich dort hin und wartete. Als ich dann endlich einchecken konnte, ging ich in den ersten Stock wo mein Zimmer sein sollte, ging ins Zimmer und sah kein freies Bett, ich fragte ein Mädchen im Zimmer welches Bett denn frei ist. Es war keins frei, ich ließ mein Gepäck oben und fragte unten nach, sie gaben mir schließlich einen anderen Schlüssel, ich wechselte das Zimmer, es hat zwar ein freies Bett, aber dafür fehlte das Türschloss vollkommen. Nach ein paar Tagen wurde dann mal eines angebracht...

Fortsetzung folgt...

04Januar
2013

Checkout in Sydney und Fahrt nach Melbourne

Am Tag zuvor hatte ich schon ein wenig gepackt gehabt, in der Früh hatte ich alles zusammen. Meine Fahrt nach Melbourne würde zwar erst zwischen acht und neun Uhr am Abend gehen, aber ich musste jetzt schon auschecken. Ein Mädchen dass sich mit mir das Zweibettzimmer geteilt hat, musste dafür zahlen, dass sie ihr Gepäck bis sie weiterfährt im Hostel lassen kann, ich allerdings nicht. Macht keinen Sinn, aber war wenigstens zu meinem Vorteil. Ich ging mit ihr Frühstücken, wobei nur sie etwas aß, ich trank nur von dem Krug Wasser das sie zum Essen hingestellt bekommen hatte, wir unterhielten uns über Hobbys und was ich später studieren will. Danach gingen wir zurück ins Hostel und warteten, sie wurde von einem Taxi abgeholt und ich blieb allein in der Küche und wartete. Die zwei Mädchen, die ich im Hostel kennengelernt hatte, wollten noch etwas Essen kaufen gehen, da ich auch langsam Hunger bekam ging ich mit. Wir kauften uns zusammen ein Viertel Wassermelone und ich nahm noch etwas zu trinken mit. Auf dem Weg zurück kauften sie sich noch Pizza und dann setzten wir uns alle aufs Hochbett in ihrem Zimmer. Wir schnitten die Melone in Würfel, machten den Fernseher an und schauten Friends. Als wir alle fertig gegessen hatten und es schon relativ spät geworden war, beschloss ich mich von den Beiden zu verabschieden und mit dem Bus zur Central Station zu fahren. Die Busfahrt war wieder eine Herausforderung, ich musste mich mit dem riesen Rucksack durch den Gang zwängen und als wir der Haltestelle näher kamen musste ich versuchen von meinem Platz Richtung Tür zu kommen ohne hinzufallen. Ich war ziemlich froh als ich aus dem Bus draußen war. An der Central Station musste ich mich dann erstmal orientieren wo ich überhaupt hin musste, da es mehrere Eingänge gab und die unterschiedlichen Züge natürlich nicht wie zu Hause von einer Stelle zu erreichen sind. Irgendwann sah ich dann wo ich einchecken musste, meinen großen Rucksack durfte ich nämlich nicht mit in den Zug nehmen, der wurde wie beim Fliegen gewogen und dann in einen speziellen Teil des Zuges gepackt. Ich kaufte mir noch Fast Food für die Fahrt und dann musste ich nur noch meinen Platz finden, packte mich warm ein und machte es mir so gut es ging gemütlich. Während der Nacht musste ich ein paar mal meine Position ändern, da es gar nicht so einfach ist im Sitzen zu schlafen ohne dass irgendwann etwas taub wird oder einschläft. Es war total kalt, da die Klimaanlage die ganze Zeit durchlief, als ich dann am nächsten Tag in Melbourne ankam, hatte ich mir eine Erkältung geholt. Am Bahnhof mussten alle die am Abend zuvor Gepäck eingecheckt haben warten bis es rausgeholt wurde. Auf dem Flyer vom Hostel in St. Kilda stand beschrieben wie ich hinkomme und wo ich in die Tram einsteigen muss. Alleine hätte ich es allerdings nicht gefunden, da für die Tram keine Karte mit abgedruckt war. Als ich dann mit einem anderen Mädchen an der Haltestelle war, mussten wir wieder zurück zum Bahnhof, da wir die Tickets nur in Geschäften kaufen konnten und es in der Tram nicht möglich war. Das Ticket war eine Plastikkarte, für die man allein schon sechs Dollar zahlen musste um dann noch 3,50 $ zu zahlen um überhaupt fahren zu können. Ich lies es von meiner Visa Karte abziehen und unterschrieb den Kassenzettel, der Verkäufer war dann auch noch so dreist zu sagen, dass er die Karte nochmal haben will um die Unterschriften vergleichen zu können. Das Tram fahren machte außer dass es genauso blöd ist wie das Busfahren keine Probleme und nach ca. einer halben Stunde bin ich dann angekommen. Die nächste Hürde war es den Weg zum Hostel zu finden. Das ging ziemlich schnell, ich traf eine Frau mit Kinderwagen, die ich fragte wo die Straße und das Hostel ist. Es stellte sich schließlich heraus, dass sie auch aus Deutschland ist. Das Straßenschild hab ich dann im Gespräch mit ihr selber entdeckt, nur wusste ich immer noch nicht ob ich die Straße hoch oder runter laufen musste, ich schaute nochmal auf die Karte und ein vorbeigehender Mann sprach mich daraufhin an was ich such. Es waren nur ein paar Meter bis zum Hostel.  

31Dezember
2012

Silvester/Feuerwerk in Sydney

Es war gerade genug Zeit in der Früh sich herzurichten, ein bisschen etwas zu frühstücken und die Tasche zu packen. Danach machte ich mich mit Saskia und Steffi auf den Weg zum Opera House, auf dem Weg ging es noch kurz in den Coles und dann weiter bis zur nächsten Bushaltestelle, wir warteten noch auf  ein paar andere, die kamen allerdings nicht und so fuhren wir zu dritt Richtung Opera House. Es waren so viele Leute unterwegs, wir setzten uns auf eine freie Bank am Rand des Hafens, weil wir nicht wussten ob wir für die abgesperrten Bereiche was zahlen müssten. Ich war mit dem Platz nicht so richtig zufrieden und jemand hatte gesagt, dass der beste Platz, um das Feuerwerk zu sehen, hinter dem Opera House ist. Also meldete ich mich auch freiwillig zu schauen ob wir einen besseren Platz finden könnten und die anderen beiden warteten solange auf der Bank auf eine SMS von mir. Man musste nichts bezahlen, es wurden nur die Taschen kontrolliert und man konnte nicht bis in den Botanischen Garten zumindest sah ich keinen Weg dahin zu kommen, überall waren Absperrungen. Den anderen schickte ich eine Nachricht, die wollten allerdings erst mal Informationen haben und überzeugt werden, dass es da besser ist. Ich sagte ich halte ihnen einen Platz frei, ich wartete und wartete, aber sie kamen nicht und ich hatte einen besseren Platz in Aussicht der näher am Wasser war, wo aber nur ich Platz hatte. Im Glauben, dass die anderen sowieso nicht mehr kamen wechselte ich den Platz, dann nach einer Zeit bekam ich wieder eine Nachricht, bis dahin war allerdings die Stelle, wo ich davor saß wieder belegt. Ich erfand eine Notlüge und sagte, sie hätten den Platz, den ich hatte für etwas gebraucht und deswegen hätte ich wechseln müssen. Es war heiß, die Sonne brannte runter, ich hatte nur ein paar Kekse, nichts zu trinken, genug Sonnencreme, einen Regenschirm, den ich schließlich als Sonnenschirm nutzte und ein paar extra Klamotten, falls es kalt werden würde. Die Kekse waren ein totaler Fehlkauf gewesen, aber mit der Plastikschale in der sie waren, konnte ich mir Wasser am Wasserspender holen. Es war eine echte Herausforderung bis am Abend sitzen zu bleiben, die Zeit verging einfach nicht, ich hörte hin und wieder Musik, schlief ein bisschen unter meinen extra Klamotten um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Endlich war ein wenig Action, ums Opera House standen zwei Bühnen und ich saß in der Nähe der einen, die Gruppe probte ein paarmal das gleiche Lied, als nächstes fuhr ein Schiff vorbei, das Wasser in die Luft sprühte. Nach einer Zeit flog ein Flugzeug am Himmel, das irgendwelche mir nichts sagenden Sachen in die Luft schrieb, was besonders toll war, waren die zwei Kunstflieger, die durch die Luft jagten. Am Abend um neun Uhr war dann Feuerwerk, natürlich nicht das Richtige, es war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Show um zwölf. Es war trotzdem richtig schön, nur viel zu schnell wieder vorbei, danach fuhren Schiffe die mit Lichterketten dekoriert waren vor uns vorbei, die meisten hatten Bilder aus Lichterketten an ihren Mästen befestigt. Zwischen den zwei Feuerwerken, lernte ich ein paar Japanische Mädchen kennen, später knüpften wir dann Kontakt mit einer Gruppe von Chinesen, die ganz schön verrückt waren. Ich hatte den ganzen Tag nichts anderes als die Kekse gegessen und hatte ganz schön Hunger, die zwei Japanerinnen hatten noch Muffins von einer Freundin übrig, die ich dann bekam. Wir unterhielten uns richtig gut und so verging die Zeit bis zum eigentlichen Feuerwerk ziemlich schnell. Man wusste gar nicht wo man hinschauen sollte, das Hauptfeuerwerk war zwar bei der Harbour Bridge, aber in genau der entgegengesetzten Richtung war auch ein Feuerwerk. Es war richtig imposant, Jet Skis fuhren auf dem Wasser, vom Ende wurden kleine Feuerwerke entzündet. Das Highlight war, als ein Sprühregen von Funken die Harbour Bridge runter ins Wasser fiel, es sah aus wie ein Wasserfall, der von der Brücke herunterfließt. Nach dem Feuerwerk traf ich mich mit den anderen wieder an der Bank, wir gingen in die Stadt zurück, tranken, es war Sekt oder Wein und suchten etwas zu essen. Ich erfuhr, dass die anderen zwei während ihrer Wartezeit bis zum Feuerwerk eine Fahrt mit einem Motorboot mitgemacht hatten, weil es einfach zu heiß war. Danach merkten wir, wie fertig wir eigentlich waren, ich hatte nicht mehr viel Geld, ich hätte mit dem Bus fahren können oder zu Fuß gehen, die anderen entschieden dann aber nach einer Weile, dass sie ein Taxi zurück zum Hostel nehmen wollten. Also fuhren wir dann mit dem Taxi zurück, als wir ankamen gingen wir alle ins Bett, ich schrieb noch kurz mit Freunden und dann schlief ich ein.

23Dezember
2012

Dreistündige kostenlose Sightseeingtour

Da ich gelesen hatte, dass am 24.12 keine Tour stattfinden würde und meine Zeit in Sydney ablief, entschied ich mich endlich die kostenlose Tour durch Sydney zu machen, ich war viel zu früh losgegangen. Ich kaufte mir, da ich schon etwas Hunger hatte und nicht mehr viel Geld, zwei Schokoriegel, die im Angebot waren. Leider schmeckte einer von beiden richtig schlecht und ich hatte nicht einmal etwas um den Geschmack runter zu spülen. Ich ging weiter zu einem Infostand wo ich nach Prospekten mit Angeboten schaute was ich hier noch alles machen könnte. Ich ließ mich beraten was es wirklich wert ist anzuschauen und welcher Zoo der Beste vom Preis-Leistungs Verhältnis her ist. Die Frau kannte sich sehr gut aus, sie fragte mich ob ich schon The Rocks angeschaut hätte oder Darling Harbour. The Rocks hatte ich noch nicht gesehen und da ich noch eine Stunde bis zum Beginn der Tour hätte warten müssen hatte ich mich eigentlich schon entschieden wieder zurückzugehen. Sie meinte aber, dass die Tour sehr gut ist, da sie Einheimische machen und man sehr viel sieht und erfährt. Ich sollte sie also unbedingt machen. Also setzte ich mich zwischen der „St Andrews Cathedral“ und  der „Town Hall“ auf eine Bank, las ein wenig in den Prospekten und nach einer ganzen Zeit warten, war die Frau mit dem grünen T-Shirt, die die Tour machen sollte endlich da. Alle bekamen einen Stadtplan und dann wurde noch sehr lange gewartet bis die Gruppe immer größer und größer wurde. Dann ging es endlich los, zuerst erzählte sie uns etwas über die Town Hall und die St. Andrews Cathedral, da wir mitten zwischen beiden Gebäuden standen. In der Town Hall finden oft Veranstaltungen statt und Konzerte von berühmten Musikern, die St. Andrews
Cathedral steht mit der Rückseite zur Straße, da eigentlich eine andere Straße
geplant war, die vor der Kirche verlaufen sollte. Sie zeigte uns einen Stein im Boden in den eingraviert war. Weiter ging es in Richtung Queen Victoria Building, vor dem Kaufhaus auf der rechten Seite, war eine Statue von Queen Victoria und auf der linken Seite war ein Brunnen mit einer Hunde-Bronze-Statue, Victorias Lieblingshund, der wenn man davorstand anfing zu sprechen und am Schluss dann bellte. Die Führung ging durch das
Erdgeschoss des Kaufhauses wo sie uns erklärte, was die zwei Uhren an der Decke
für eine Bedeutung haben, auf der einen waren Ereignisse aus der australischen
Geschichte abgebildet und auf der anderen welche aus der englischen/britischen
Geschichte. Als wir dem Kaufhaus den Rücken zuwandten, konnten wir ein bisschen
was vom Westfield Tower/Sydney Tower sehen auf dem ich zuvor schon war. Es ging
weiter durch den Hyde Park, an einem Brunnen vorbei, mit Blick auf die St.
Marys Cathedral. Dann gingen wir an der St. James Church und den Hyde Park
Barracks vorbei zu einem alten Krankenhaus (Sydney Hospital), das teilweise
noch als Krankenhaus genutzt wird. Es entstand im Streit zwischen Melbourne und
Sydney, welche Stadt Hauptstadt sein soll, damit Sydney überhaupt als richtige
Stadt anerkannt würde, brauchte es ein Krankenhaus. Es war kein Geld da und so
wurde überlegt, wie der Bau finanziert werden sollte, dann kam man auf die
Idee, dass die Wirte am meisten Geld haben und so wurde der Bau des
Krankenhauses mit dem Verkauf von Bier finanziert. Wir passierten das
Parliament House und vor einem Bankgebäude erklärte sie uns die Bedeutung des
australischen Wappens auf dem Gebäude. Die nächste Station war ein
Kriegerdenkmal vor dem Blumen lagen, von dort ging es in eine Gasse, über der
viele leere Vogelkäfige hingen, am Boden waren die Namen der Vögel eingraviert.
Man hörte das Zwitschern der verschiedenen Vogelarten, die alle im Lauf der
Zeit in Australien ausgestorben sind. Einen kurzen Stopp machten wir in der
State Library, in der ein Teil des Bodens aus einer Glasplatte besteht, unter
der Sydney als Miniaturstadt steht. Danach gab es am Circular Quay eine kleine
Pause, wo man sich etwas zu Essen oder Trinken kaufen konnte. Weiter ging es
dann in den Stadtteil Rocks, in dem an diesem Tag ein Markt war, bei dem bei
unserer Ankunft allerdings die Leute schon am Abbauen waren. Es wurden uns
Geschichten über die alten Wirtshäuser/Kneipen erzählt. Früher hatten die Wirte
viel gratis Alkohol ausgeschenkt um die Leute betrunken zu machen, haben sie
dann in ihren Keller gesperrt und an Schiffsleute als Teil der Mannschaft verkauft.
Die letzte Station unserer Tour war die Harbour Bridge, wir gingen auf sie zu
und unter ihr durch zu einem Aussichtspunkt wo man unter normalen Umständen
eigentlich das Opera House und die Harbour Bridge sehen kann, die Sicht aufs
Opera House wurde aber durch ein großes Passagierschiff versperrt. Unter der
Harbour Bridge steht noch eine alte öffentliche Toilette, die man nicht
benutzen sollte, wenn Leute über einem auf der Brücke Bridge climbing machen,
da es kein Dach hat.   

22Dezember
2012

Neues Hostel und wieder auf Arbeitssuche

Ich packte meine restlichen Sachen, die ich am Abend zuvor noch nicht gepackt hatte zusammen. Von meiner Mitbewohnerin, hatte ich so viele Sachen geschenkt bekommen, die sie nicht mit nach Hause nehmen wollte und selber hatte ich noch ein paar Lebens mittel, die ich nicht aufgebraucht hatte, so hatte ich am Schluss drei Taschen. Ich wurde herzlich von meiner „Gastmutter“ verabschiedet und machte mich mit meinen zwei Rucksäcken und einer Tasche auf den Weg. Die Bushaltestelle war zum Glück nicht weit weg, aber das Busfahren war kein Spaß, ich musste schauen, dass ich richtig aussteige. Allerdings hab ich die richtige Haltestelle nicht gefunden und so musste ich ziemlich viel zu Fuß gehen. Ich schaffte es wieder mich zu verlaufen, obwohl ich extra einmal davor hingegangen bin und mir den Weg auch auf dem Plan angeschaut hatte, aber ich hatte das letzte Straßenschild nicht gesehen und bin deswegen die falsche Straße weiterge-laufen. Zum Personal vom Hostel hatte ich gesagt, dass ich um vier Uhr nachmittags da wäre und jetzt war ich schon zu spät dran, hatte keine Ahnung wo ich bin und war total erschöpft. Ich setzte mich auf eine Parkbank, machte kurz Pause, befreite mich von säm-tlichen Taschen und trank etwas. Es war nicht viel los in der Gegend, ich machte mich wieder fertig zum Weitergehen und wartete auf den nächsten Passanten, den ich nach dem Weg fragen könnte. Ich musste den kompletten Weg zur Kreuzung, wo ich die fal-sche Straße genommen hatte zurückgehen und von da war es auch noch ziemlich weit bis zum Hostel. Ich war richtig froh als ich ankam, keiner hat etwas zu meiner verspäte-ten Ankunft gesagt, ich dachte ich müsste total viel formelles Zeug erledigen bevor ich mich ausruhen könnte, aber eine Backpackerin, die als Vertretung im Hostel arbeitete, zeigte mir sofort mein Zimmer. Das Zimmer war nicht besonders groß, es war ein Zwei-bettzimmer mit Stockbett, das die Form eines Schlauches hatte. Es hatte einen kleinen Kühlschrank, ein Waschbecken, einen Kleiderschrank und einen Tisch mit Stuhl, es war sehr sauber gehalten. Ich war angenehm überrascht, danach ging es erst mal den Rest der Miete bezahlen, wo ich dann gleich noch einen Schlüssel für das Zimmer bekam und dann unter die Dusche, da ich auf dem Weg doch ganz schön ins Schwitzen gekommen war. Das Badezimmer war auch sehr sauber, das Hostel hatte einfach alles was man sich wünschen konnte. Auf der Dachterrasse waren ein paar Leinen für die Wäsche gespannt und die Küche hatte alles zu bieten, vom Herd bis zum Backofen. Nach der erfrischenden Dusche ging ich wieder runter in die Küche, die auch gleichzeitig der Aufenthaltsraum war, dort waren einige Backpacker versammelt, ich unterhielt mich mit der, die mir mein Zimmer gezeigt hatte. Zwei Mädchen bakten Plätzchen, sie waren auch aus Deutschland, sie boten mir gleich welche an. Es war mein erstes und letztes Plätzchen. Da ich wusste, dass mein Job als Santas helper bald vorbei sein würde, machte ich mich auf die Suche nach etwas neuem bis ich Sydney verlassen würde. Für das Internet musste ich $ 10 pro Woche bezahlen, da ich nicht mehr Studentin bei Kaplan war.

Anmerkungen:

Das Hostel, ist bis jetzt das Beste in dem ich war. Die einzigen Sachen, die man bemän-geln könnte, die Lage des Hostels ist nicht unbedingt so ideal, man muss viel zu Fuß ge-hen, das Personal war manchmal ziemlich unfreundlich und das man für das Internet bezahlen muss. Positiv war, dass man nicht allzu weit gehen musste um einkaufen zu können, durch die Backpacker, die ich kennengelernt hab und die Atmosphäre im Hostel ein richtiges Familiengefühl aufkam und dafür, dass es ein Zweibettzimmer und zur Weihnachtszeit war, war es ziemlich billig im Vergleich. Ich ging nicht mehr zu meinem Job, weil die letzten Male schon immer weniger Leute was gegeben haben und einen anderen Job fand ich in Sydney dann auch nicht mehr. Das Walnussplätzchen war richtig gut, nochmal ein Dankeschön an Steffi und Saskia^^. Von einer meiner insgesamt zwei oder drei Mitbewohnerinnen, die ich in der Zeit im Hostel hatte, bekam ich dann noch ein brasilianisches Dessert angeboten, ich bin mir nicht mehr sicher, ich denke es war Brigadeiro.

17Dezember
2012

Vier Tage Arbeit hinter mir

                                      - Ich wünsch mir einen anderen Job –

Die Tage danach war ich meistens allein auf den Straßen unterwegs um zu verkaufen und Spenden zu sammeln. Es war nicht besonders erfolgreich, von den über $100, die man laut ihrer Jobbeschreibung verdienen konnte war ich weit entfernt. Die Leute waren auch die meiste Zeit abweisend oder ignorierten einen komplett wenn man sie ansprach. Nach vielen Versuchen die Leute durch ansprechen zu einem Kauf oder einer Spende zu bringen, gab ich es auf, suchte mir einfach immer einen geeigneten Platz zum Stehenbleiben aus, da die Leute mehr kauften wenn man an einem Platz stand als wenn man die Straßen entlangging und wartete bis sie mich ansprachen. Der Job war richtig deprimierend, die Leute kamen zu einem um einen nach dem Weg zu fragen oder machten einfach Fotos von einem ohne zu fragen, wenn ich merkte, dass mich Leute aus einiger Entfernung fotografieren wollten, drehte ich ihnen den Rücken zu. Von zwei Männern musste ich mir sogar anhören, wie sinnlos das ist was ich mach, weil den Kindern nicht geholfen wird. Das positive war, dass ich manchmal ziemlich viel Spaß mit vereinzelten Leuten hatte. Meine Stimmung wurde auch besser als ich zwei Männer, Vater und Sohn, die bei einem Australischen Fernseh Kochwettbewerb getroffen hab. Was ich bis jetzt noch nicht versteh ist, dass einen manche Frauen mit ihren Kindern im Kinderwagen richtig böse anschauen obwohl man sie noch nicht einmal anspricht oder oft haben auch die Leute direkt auf meine Schuhe geschaut und dann mich komisch angeschaut, als ob ich mit dem Spendengeld die Schuhe gekauft hätte. Für die Leute, die ein Talent haben, Leuten unnötiges und aus billigem Material hergestelltes Zeug teuer zu verkaufen, kann ich den Job empfehlen. Für alle anderen wenn ihr nichts anderes findet ist es besser als gar nichts zu haben, ansonsten lasst lieber die Finger davon.

 

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